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Archive for May, 2008

Turner: News (2005)

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Zur Auflockerung etwas Ablenkung von Latours blumiger Sprache: Fred Turners kurzer Artikel Actor-Networking the News.

Turner (2) lehrt in Stanford am Department of Communication. Im angesprochenen Beitrag plädiert er dafür, die ANT auf Medien anzuwenden.

With its emphasis on sociotechnical hybrids, actor-network theory offers a powerful tool for analyzing shifts in the practice of journalism under new technological conditions.

Die Praxis im Newsbereich hat die Theorie der Rollenteilung zwischen Journalist und Publikum, Presse und Politik aufgehoben. Er beschreibt einen bloggenden Journalisten, auch wenn er das Wort “Blog” nicht in den Mund nimmt.

Die alte Struktur - eine Kette mit einzelnen Gliedern (Quellen legen Information offen, Journalisten holen sie sich und schnüren sie zu einem Paket und das Publikum schließlich nimmt es auf und verdaut es) - ist nicht mehr anwendbar auf neue Medien. Denn der bloggende Journalist agiert zugleich als alle drei Glieder der Kette. Vielmehr ist ein “Kreislauf” (Latour -> Verweis auf Foucault Vision of “power circulating through a system of social ‘capillarie’).

Der Journalist und seine Webseite repräsentieren und formen einen Teil des Akteur-Netzwerks.

Together, he and his website translate a series of news stories produced within that
network into a representation of the network and its concerns. At the same time, they
transform both into sites through which members of the network can in a sense talk to
one another.

Etwas später:

From a traditional point of view, new media simply offer new channels for the
distribution of information. From the point of view of ANT, however, they and their
human partners collaborate in the creation of new socio-technical formations.

Der Artikel ist in sehr einfacher Sprache gehalten und relativ kurz (4 Seiten). Dennoch bietet er einige gute Anätze, wie diese neue Sichtweise der ANT helfen kann:

[...]raises a series of critical social questions about the relationship between governance and journalism. How, for instance, should governors attend to a public that is arrayed in socio-technical networks? And how should they construe the relationship between those networks and traditional institutions?

Written by julian

May 26th, 2008 at 12:16 pm

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Plan für heute

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Das springfestival ist vorbei. Mit neuem Elan geht es zur DA. Heute möchte ich ein Stück bei Latour, Soziologie, weiterkommen. Zielmarke bis zum Abend: S. 150.

Written by julian

May 26th, 2008 at 9:06 am

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Neuer Protagonist: Felix Stalder

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Mehr oder minder zufällig (ich wollte die Position Barry Wellmans zur ANT herausfinden) bin ich auf die Seite von Felix Stalder gelangt. Und er hat einen Beitrag geschrieben, den ich mir noch durchlesen muss:

Actor-Network-Theory and Communication Networks: Toward Convergence

Der Text stammt zwar aus 1997, dennoch könnte er für meine DA sehr relevant sein. Ich werde darauf zurückkommen. Interessant sind vor allem die Bereiche, in denen Stalder publiziert: Open Source as Social Principle, Media Environments, Theories of Socio-Technologies, Identity & Privacy und Electronic Money.

Wie so oft im Internet habe ich auch jetzt nicht die Antwort auf meine Frage gefunden, aber dafür etwas, das mich akut mehr interessiert.

Stalders Werdegang ist sehr beeindruckend, er war bzw. ist beruflich in New York, Wien, Zürich und Toronto unterwegs. Derzeit lehrt er teilzeit an der Zürcher Hochschule der Künste.

Written by julian

May 20th, 2008 at 3:59 pm

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Plan für heute

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Gerade in der UB angekommen. Ich möchte heute gerne in Latours Buch “Die zweite Quelle der Unbestimmtheit exzerpieren”.

Written by julian

May 20th, 2008 at 11:12 am

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Heinz Blogposts über ANT

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Ich treffe mich heute mit meinem Diplomarbeitsbetreuer Heinz. Ich möchte kurz zusammenfassen, was er über Akteur-Netzwerk-Theorie bisher geschrieben hat:

  • Hier fasst er einen Text von Bruno Latour zusammen. Der erste Kontakt mit ANT. Es geht um einen “Kühlschrank in einem mikrobiologischen Labor, und zwar als ein Objekt, ohne das die gesamte wissenschaftliche Arbeit in dem Labor bis hin zur Klassifikation der dort untersuchten Lebensformen und zur Organisation der Kompetenzhierarchie unter den Wissenschaftlern nicht stattfinden könnte.”
    Heinz geht anschließend auf einige allgemeine Thesen der ANT ein und bezieht sich auf Latour und gibt auch einige gute Link-Tipps. Auch versucht er eine Brücke zu schlagen, um die ANT für seine konkrete Arbeit anwenden zu können.
  • Hier hat er einige Woche später noch einmal über ANT geschrieben. Reflektierter,als noch Wochen zuvor. Es ist wohl der wichtigste Beitrag, der nur über ANT handelt. Später bezieht er sich in seinen Argumentationen darauf, aber schreibt nicht mehr über ANT. “Beispiele für solche Übersetzungen lassen sich leicht finden: Schon indem ich blogge oder mich bei facebook beteilige, übersetze ich meine analoge Identität (die nichts Natürliches, Vorgegebenes war) in eine “netzkompatible” Version. [...]
  • Hier kritisiert Heinz mithilfer der ANT, wie Brian Solis in seinem Eintrag Technologie und Gesellschaft trennt. “Im Web spielen immaterielle, nichtmenschliche Akteure — Akteure auf der Datenebene — entscheidende Rollen; vielleicht fehlt uns aber noch das begriffliche Instrumentarium, um diese Rollen anders als mit Kategorien aus der Zeit vor der Entwickung des Web beschreiben zu können.”
  • Hier publiziert er zum ersten Mal zum Thema politische Partizipation - ein theoretisches Fundament mit dem er zur Konferenz Participation 2.0 fährt. Er stellt verschiedene Thesen auf, in der zweiten bezieht er sich auf die ANT: “Wahrscheinlich werden auch in diesem virtuellen Raum die sozialen Beziehungen über Objekte organisiert und stabilisiert, aber sie sind sicher von ganz anderer Art als im physikalischen Raum. [...] Man kann z.B. die Frage stellen, ob man Macht im herkömmlichen Sinn der Repräsentation von Raum und Resssourcen im virtuellen Raum überhaupt braucht.”
  • Hier publiziert Heinz erneut zum Thema Partizipation. Er bezieht sich auf Nico Carpentier. “Sehr wichtig finde ich den Gedanken Carpentiers, dass jede Theorie der Partizipation und partizipativer Medien sich mit dem Konzept der Repräsentation beschäftigen muss. (Das ist einer der Punkte, bei denen ich mir viel von der Actor-Network-Theory erhoffe.) [...] Wie wird das Repräsentierte, wie werden die Repräsentierten übersetzt? Was verändert sich bei dieser Übersetzung, was geht verloren?”
  • Darüber hinaus weist Heinz via del.icio.us noch auf eine Ressource hin, auf die ich bisher noch nicht gestoßen bin. Martin Ryder’s Sammlung zur ANT (eng.).
  • Last but not least: Heinz’ Leseliste zur ANT auf bibsonomy. Leider längere Zeit nicht mehr upgedated.

Written by julian

May 19th, 2008 at 4:19 pm

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Los gehts…

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Es ist Freitag Abend, ich sitze gerade in der Bibliothek der Karl-Franzens-Universität. Ich habe beschlossen, für meine Diplomarbeit ein eigenes Blog anzulegen, mit dem ich den Fortschritt dokumentieren will.

Alles ist sehr simpel gehalten. Ich werde hier in den kommenden Wochen Notizen und Gedanken, die mit meiner Diplomarbeit zusammenhängen, publizieren.

Written by julian

May 16th, 2008 at 8:31 pm

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