Heinz Blogposts über ANT
Ich treffe mich heute mit meinem Diplomarbeitsbetreuer Heinz. Ich möchte kurz zusammenfassen, was er über Akteur-Netzwerk-Theorie bisher geschrieben hat:
- Hier fasst er einen Text von Bruno Latour zusammen. Der erste Kontakt mit ANT. Es geht um einen “Kühlschrank in einem mikrobiologischen Labor, und zwar als ein Objekt, ohne das die gesamte wissenschaftliche Arbeit in dem Labor bis hin zur Klassifikation der dort untersuchten Lebensformen und zur Organisation der Kompetenzhierarchie unter den Wissenschaftlern nicht stattfinden könnte.”
Heinz geht anschließend auf einige allgemeine Thesen der ANT ein und bezieht sich auf Latour und gibt auch einige gute Link-Tipps. Auch versucht er eine Brücke zu schlagen, um die ANT für seine konkrete Arbeit anwenden zu können. - Hier hat er einige Woche später noch einmal über ANT geschrieben. Reflektierter,als noch Wochen zuvor. Es ist wohl der wichtigste Beitrag, der nur über ANT handelt. Später bezieht er sich in seinen Argumentationen darauf, aber schreibt nicht mehr über ANT. “Beispiele für solche Übersetzungen lassen sich leicht finden: Schon indem ich blogge oder mich bei facebook beteilige, übersetze ich meine analoge Identität (die nichts Natürliches, Vorgegebenes war) in eine “netzkompatible” Version. [...]
- Hier kritisiert Heinz mithilfer der ANT, wie Brian Solis in seinem Eintrag Technologie und Gesellschaft trennt. “Im Web spielen immaterielle, nichtmenschliche Akteure — Akteure auf der Datenebene — entscheidende Rollen; vielleicht fehlt uns aber noch das begriffliche Instrumentarium, um diese Rollen anders als mit Kategorien aus der Zeit vor der Entwickung des Web beschreiben zu können.”
- Hier publiziert er zum ersten Mal zum Thema politische Partizipation - ein theoretisches Fundament mit dem er zur Konferenz Participation 2.0 fährt. Er stellt verschiedene Thesen auf, in der zweiten bezieht er sich auf die ANT: “Wahrscheinlich werden auch in diesem virtuellen Raum die sozialen Beziehungen über Objekte organisiert und stabilisiert, aber sie sind sicher von ganz anderer Art als im physikalischen Raum. [...] Man kann z.B. die Frage stellen, ob man Macht im herkömmlichen Sinn der Repräsentation von Raum und Resssourcen im virtuellen Raum überhaupt braucht.”
- Hier publiziert Heinz erneut zum Thema Partizipation. Er bezieht sich auf Nico Carpentier. “Sehr wichtig finde ich den Gedanken Carpentiers, dass jede Theorie der Partizipation und partizipativer Medien sich mit dem Konzept der Repräsentation beschäftigen muss. (Das ist einer der Punkte, bei denen ich mir viel von der Actor-Network-Theory erhoffe.) [...] Wie wird das Repräsentierte, wie werden die Repräsentierten
übersetzt
? Was verändert sich bei dieser Übersetzung, was geht verloren?” - Darüber hinaus weist Heinz via del.icio.us noch auf eine Ressource hin, auf die ich bisher noch nicht gestoßen bin. Martin Ryder’s Sammlung zur ANT (eng.).
- Last but not least: Heinz’ Leseliste zur ANT auf bibsonomy. Leider längere Zeit nicht mehr upgedated.
- Hier kommt mir dieser Beitrag sehr lesenswert vor.